Dr. Stefan Lang am 16. September 2019

‚Das wollte ich noch anmerken‘ – Zusatzinformationen im Scientific English


Kategorie Scientific English

Im Scientific English soll jede wichtige Information in einem eigenen (Haupt-) Satz ausgedrückt werden. Doch wie geht man mit weniger wichtigen Informationen um, die für die Aussage des Hauptsatzes nicht unbedingt notwendig sind? Wie und wo werden sie platziert? Heute im Blog, drei Möglichkeiten: Kommas, Klammern, Gedankenstrich.

Komma – die kleine Unterbrechung im Paper

Komma, Klammer und Gedankenstrich beim wissenschaftlichen SchreibenNicht-essenzielle Informationen werden im Scientific English durch Kommas vom Hauptsatz getrennt. Die Bedeutung des Hauptsatzes bleibt die gleiche, auch wenn man die Zusatzinformation wegnimmt.

  • The study revealed significant results. [Hauptsatz]
  • The study, which was conducted at two sites, revealed significant results.
  • The study, the first randomized controlled trial to demonstrate effectiveness, revealed significant results.
  • The study, lasting two years, revealed significant results.

Klammern – ein wichtiger Einschub im Paper

Nicht-essenzielle Informationen können im Scientific English auch in Klammern im Hauptsatz platziert werden. Oft werden solche Informationen im Paper in Klammern gesetzt, die zwar die Aussage des Hauptsatzes nicht ändern, aber dennoch wichtig sind – wichtiger als die Informationen, die man durch Kommas anfügt.

  • The study revealed significant results (p < 0.05) in two out of four subgroups of patients.
  • The study revealed significant results in two out of four subgroups of patients (post-hoc analysis).

Gedankenstrich – der Paukenschlag im Paper

Informationen, die für den Inhalt des Hauptsatzes nicht-essenziell sind, können trotzdem wichtig sein. Im Scientific English kann man das mit Gedankenstrichen hervorheben.

  • The study – an important continuation of the TRIAL-study – revealed significant results.
  • The main limitations of the study – including the lack of any control – make the results unreliable.

Komma, Klammer und Gedankenstrich – wann nimmt man was?

Komma, Klammer und Gedankenstrich – kleine Details im wissenschaftlichen Paper oder auf einem wissenschaftlichen Poster. Aber wann nimmt man was? Und wie oft?

  • Komma: Hier werden Zusatzinformationen beigeordnet, die nicht furchtbar wichtig sind. Das macht man häufig in seinem Paper.
  • Klammer: Hier werden entscheidende Zusatzinformationen präsentiert. Im Paper oder auf dem Poster ist das immer wieder nötig – regelmäßig.
  • Gedankenstrich: Paukenschläge können ein Highlight sein, aber nur, wenn es wenige sind. Ein bis drei pro Paper – mehr würde ich nicht machen.

Fazit

Informationen beiordnen mit Kommas oder Klammern – das machen wir regelmäßig in unseren Papern. Warum? Damit die Hauptsätze die wichtigen Kernbotschaften präsentieren können. So werden sie am besten aufgenommen.

Dr. Stefan Lang

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